Vernehmlassung WegZH

Projekt «Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität» (WEGM) im Kanton Zürich
Im Rahmen des Projekts WegZH zur kantonalen Umsetzung der Reform der gymnasialen Maturität hat der Kanton Zürich ein Vernehmlassungsverfahren eröffnet. In ihrer Stellungnahme lehnt die SGG den im Entwurf vorgesehenen Abbau der Stundendotation im Grundlagenfach Geschichte entschieden ab.
Die Einführung des neuen Grundlagenfachs «Wirtschaft und Recht» erfolgt primär zulasten des Fachs Geschichte. Während Geografie aufgrund seiner Verantwortung für den transversalen Bereich «Bildung für nachhaltige Entwicklung» eine zusätzliche Lektion erhält, verliert das Fach Geschichte im aktuellen Vorschlag eine Lektion im GSW-Bereich. Eine solche Kürzung ist weder fachlich noch bildungspolitisch gerechtfertigt: Geschichte trägt die Hauptverantwortung für das transversale Gefäss «Politische Bildung» und muss daher analog zur Geografie gestärkt, nicht geschwächt werden.
Indem der Entwurf ausgerechnet jenes Grundlagenfach schwächt, das die Hauptverantwortung für die politische Bildung tragen soll, missachtet er nicht nur die auf nationaler Ebene vorgesehene Stärkung der politischen Bildung, sondern ignoriert auch die klare Haltung des Zürcher Kantonsrats. In der Debatte vom 9. Dezember 2024 zur Interpellation «Kein Abbau der Politischen Bildung an Zürcher Gymnasien» lehnten sämtliche Fraktionen einen Abbau der politischen Bildung und des Fachs Geschichte ausdrücklich ab. Das Projekt WegZH sollte diesem breiten politischen Konsens Rechnung tragen und die Dotation für das Fach Geschichte erhöhen.
Die vollständige Stellungnahme der SGG findet sich hier.