8.5.2026

Ethikkodex und Grundsätze zur Freiheit der wissenschaftlichen historischen Forschung, Lehre und Vermittlung

«Ethikkodex und Grundsätze zur Freiheit der wissenschaftlichen historischen Forschung, Lehre und Vermittlung» — Veröffentlichung der neuen Ausgabe

Vor über zwanzig Jahren veröffentlichte die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) den «Ethik‑Kodex» und die «Grundsätze zur Freiheit der wissenschaftlichen historischen Forschung und Lehre». Zusammen mit dem «Leitfaden für freiberufliche Historiker:innen – Tarife und Verträge» haben diese Texte die Geschichte der SGG geprägt.

Eine gründliche Überarbeitung dieses Dokuments war notwendig, um es an die aktuellen Herausforderungen (Digitalisierung, Künstliche Intelligenz) des Fachs anzupassen. Zwanzig Jahre später sind aber viele der damals behandelten Problemstellungen nach wie vor aktuell – teils mit noch höherer Dringlichkeit. Androhungen rechtlicher Schritte gegen Historiker:innen sowie Hindernisse beim Zugang zu Quellen (abgelehnte Einsichtsgesuche unter Vorwand des Datenschutzes, Schwärzungen, ungerechtfertigt lange Schutzfristen) bleiben elementare Herausforderungen für die Geschichtswissenschaft, wie zahlreiche aktuelle Fälle zeigen.

Der «Ethikkodex und Grundsätze zur Freiheit der wissenschaftlichen historischen Forschung, Lehre und Vermittlung» bekräftigen das Prinzip, dass die Forschungsfreiheit ein fundamentales Recht ist, das hohe ethische Standards an die Vertreter:innen des Fachs voraussetzt. Die beiden Dokumente bieten Antworten auf Versuche, Forschung durch Einschüchterung oder juristische Massnahmen zu zensieren, auf Einschränkungen beim Quellenzugang und auf andere juristische und deontologische Probleme des Fachs. Zudem werden aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz adressiert.

Die neue, überarbeitete und ergänzte Ausgabe des Kodex, veröffentlicht in der Reihe Res Gestae (Bd. 3), kann hier eingesehen werden.