Bankgesetz – Postulat im Nationalrat eingereicht

BankG – Das Postulat «Unabhängige Forschung in Bankkundenarchiven ermöglichen» wurde eingereicht
Am 1. Oktober 2026 hat Nationalrätin Nadine Masshardt (SP/BE), Co-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe «Geschichte» der SGG, das Postulat «Unabhängige Forschung in Bankkundenarchiven ermöglichen» eingereicht.
In seinen früheren Stellungnahmen zur Motion von Ständerätin Eva Herzog (23.4206, November 2023) und zur Interpellation von Nationalrätin Nadine Masshardt (26.3834, Juni 2026) hatte der Bundesrat die Bedeutung unabhängiger Forschung zum Schweizer Finanzplatz anerkannt und seine Bereitschaft signalisiert, gesetzliche Änderungen vorzunehmen. Diese sollen es den Banken ermöglichen, unabhängigen Forschenden Zugang zu ihren Kundenarchiven zu gewähren.
Mit ihrem Postulat fordert Nadine Masshardt den Bundesrat nun auf, zu prüfen, welche gesetzlichen Änderungen und regulatorischen Massnahmen notwendig sind, damit Banken diesen Zugang gewähren dürfen. Gegenwärtig bleibt unabhängigen Forschenden der Zugang zu Bankkundenarchiven unter anderem aufgrund von Art. 47 des Bankengesetzes (BankG) verwehrt. Diese Bestimmung verhindert eine sachliche, auf unternehmensinternen Quellen basierende Forschung zur Geschichte der Schweizer Banken. Sie muss deshalb angepasst werden.
Der fehlende Zugang zu den Bankkundenarchiven für die Forschung stellt für den Schweizer Finanzplatz ein erhebliches Reputationsrisiko dar. Ein unabhängiger Zugang zu diesen Unterlagen ist daher unerlässlich, um eine kritische und evidenzbasierte Forschung zum Schweizer Bankewesen zu ermöglichen.