2.10.2026

Interpellation MILAK

«Stärkung der Eidgenössischen Militärakademie der ETH Zürich (MILAK)»: Interpellation im Ständerat

Angesichts der vielfältigen Bedrohungslage, der Neuausrichtung der Schweizer Sicherheitspolitik sowie der grossen Investitionen in die Schweizer Armee fordert die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) eine strukturelle Stärkung der kritischen historischen Forschung zu Militär und Sicherheit in der Schweiz.

Eine kritische militärhistorische Forschung trägt erheblich zur Stärkung der wissenschaftlich fundierten Expertise in sicherheitspolitischen Fragen in der Schweiz bei. Daher muss sie sowohl personell als auch finanziell gestärkt werden. Gegenwärtig ist die unabhängige geisteswissenschaftliche Forschung zu Sicherheit und Militär mit einem inhaltlichen Bezug zur Schweiz jedoch nur noch an der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich strukturell nachhaltig verankert. Die MILAK betreibt diese Forschung qua Amt. Sie ist frei, unabhängig, kritisch und bettet ihren Forschungsgegenstand in grössere politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Kontexte ein.

In ihrer heutigen Form ist die MILAK jedoch strukturell eingeschränkt: Ihre Lehrveranstaltungen können von zivilen Studierenden nicht besucht werden, hat keinen MA-Studiengang, sie verfügt über kein Promotionsrecht und ist beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) nicht antragsberechtigt.

In ihrer Interpellation fragt deshalb Ständerätin Marianne Binder-Keller (AG/Die Mitte) den Bundesrat, ob er bereit sei, die MILAK strukturell zu stärken, und wie eine solche Stärkung konkret ausgestaltet werden könnte. Der Bundesrat soll insbesondere darlegen, ob die MILAK künftig zivile Studierende ausbilden, Kooperationen mit anderen Forschungsinstitutionen eingehen könne, ob ihr beim SNF das Antragsrecht erteilt wird, das Promotionsrecht erhalte und ob ihr zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Zur Interpellation.