Die neue SZG 75/3 ist erschienen!

Die neueste Ausgabe der Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte (SZG 75/3) bietet eine breite Palette spannender historischer Untersuchungen.
In seinem Artikel untersucht Tommaso Sorrentino einen Hexenprozess aus dem Jahr 1664, in dem sich ein Mann im luzernischen Entlebuch in einen Wolf verwandelt haben soll. Diese Vorstellung resultiert aus einer Verflechtung von Dämonenvorstellungen und voralpiner Lebensweise, wo die Wolfsjagd alltäglich war.
Philippe Thomet untersucht in seinem Beitrag die Unfähigkeit der Teilnehmenden der Pariser Friedenskonferenz, bei der Grenzziehung in der Karpato-Ukraine von ihrem ethnographischen Paradigma loszulassen, wodurch sie den virulenten nationalistischen Revisionismus der Zwischenkriegszeit befeuerten.
Schliesslich zeigt Amélie Jaggi, wie die Schweiz von 1919 bis 1921 eine wichtige Transitroute für Menschen war, die nach dem Ersten Weltkrieg in ihre Heimat zurückkehren wollten. Durch den vorübergehenden Aufenthalt dieser 67’000 «Remigranten» sahen sich die Bundesbehörden zu umfangreichen Kontroll- und Transportmassnahmen gezwungen, was massgeblich zur Zunahme der Überfremdungs- und Hygienediskurse beitrug.
Diese neue Ausgabe enthält zudem einen Nachruf von Kaspar von Greyerz auf den im Mai 2025 verstorbenen Historiker Peter Hersche. Sie wird durch 33 Rezensionen abgerundet, die aktuelle geschichtswissenschaftliche Werke kritisch beleuchten.