Forschungsfreiheit

Die SGG setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen der Forschung zu verbessern, unter anderem durch den freien Zugang zu historischen Quellen, die dauerhafte Sicherung und die Überlieferung von Quellenbestanden. Sie bringt sich in Debatten über Archivierung und Datenschutz ein, indem sie Stellungnahmen an Politik und Verwaltung richtet, Veranstaltungen zu diesen Themen organisiert und in den Medien präsent ist.

Bereits 2004 veröffentlicht und 2026 neu aufgelegt wurden zwei grundlegende Dokumente zu diesem Themenfeld: der «Ethikkodex» und die «Grundsätze zur Freiheit der wissenschaftlichen historischen Forschung, Lehre und Vermittlung». Beide bekräftigen das Prinzip, dass Forschungsfreiheit ein fundamentales Recht ist, das hohe ethische Standards an die Vertreter:innen des Fachs stellt. Sie bieten konkrete Antworten auf Versuche, Forschung durch Einschüchterung oder juristische Massnahmen zu zensieren, auf Einschränkungen beim Quellenzugang sowie auf andere juristische und deontologische Probleme des Fachs. Zudem thematisieren sie Herausforderungen im Zusammenhang mit Digitalisierung und künstlicher Intelligenz. Weiterführende Informationen zur Entstehungsgeschichte dieser Dokumente finden sich in der SZG 55/4.

Seit 2022 verleiht die SGG den Preis «lapis animosus», um die Forschungsfreiheit in den Geschichtswissenschaften in der Schweiz zu stärken. Sie stellt zudem verschiedene Unterstützungsangebote für Geschichtswissenschaftler:innen bereit, darunter eine eigene Seite zum Archivzugang.