Tagungen

Die Community zusammenbringen.

Die Schweizerische Gesellschaft für Geschichte vernetzt Historiker:innen.


Zusätzlich zu den alle drei Jahre stattfindenden Schweizerischen Geschichtstagen organisiert die SGG auch Konferenzen, Workshops und andere Veranstaltungen zu aktuellen wissenschaftspolitischen Themen.

Mehrere in der Schweiz organisierte Anlässe stehen ebenfalls unter dem Patronat der SGG.

Der Treffpunkt für Forschung, Wissenschaftspolitik und Vernetzung.

Die Schweizerischen Geschichtstage finden alle drei Jahre statt. Sie werden von der SGG jeweils in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Geschichte einer Schweizer Universität durchgeführt. Jede Ausgabe ist einem Rahmenthema gewidmet, das von den Instituten der austragenden Universität festgelegt wird. An den Geschichtstagen nehmen zwischen 700 und 1000 Historiker:innen aus dem In- und Ausland und aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten teil. Seit der ersten Durchführung 2007 hat sich der Anlass zu einem zentralen Treffpunkt für die Community etabliert. 

Nächste Geschichtstage

Alle Ausgaben der Schweizerischen Geschichtstage

Veranstaltungen zu aktuellen wissenschaftspolitischen Themen

Anlässe im Jahr 2026

Künstliche Intelligenz, historische Materialien und Methoden
23.10.2026

WorkshopKünstliche Intelligenz, historische Materialien und Methoden – Etablierte Anwendung, Misserfolge und tolle Entdeckungen

Generative Künstliche Intelligenz verändert die historische Forschung grundlegend – von der automatischen Handschriftenerkennung über die semantische Erschliessung archivalischer Bestände bis hin zur Auswertung grosser Quellenkorpora. Dabei sind es nicht nur die Erfolge, die den Diskurs prägen dürfen: Ebenso aufschlussreich sind die Grenzen, Fehler und Enttäuschungen, die im Umgang mit KI-Werkzeugen im Alltag der Geschichtswissenschaft auftreten. Die Veranstaltung der Abteilung «Grundlagenerschliessung und Digitalisierung» der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) nimmt beides in den Blick, funktionierende Lösungen ebenso wie lehrreiche Misserfolge.

Die Tagung richtet sich an Forschende, Archivar:innen und Bibliothekar:innen, die mit digitalen Methoden und KI-gestützten Werkzeugen arbeiten oder deren Einsatz planen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsszenarien: Welche Werkzeuge haben sich in der Praxis in der Aufbereitung historischer Materialien, insbesondere für die Forschung, bewährt? Wo liegen die Erwartungen an die Aufbereitung und Auswertung historischen Materials, und wo verschiebt sich die Aufbereitungsform durch den Einsatz von KI? Ein besonderes Augenmerk gilt der Infrastruktur: Was fehlt, was ist vorhanden und welche Verantwortung tragen GLAM-Institutionen bei der Bereitstellung und Kuratierung von Daten?

In zwei Formaten, dem «Toolmarktplatz» und den «Fail Pitches», wird Raum für einen offenen, praxisnahen Austausch jenseits polierter Präsentationen geschafft. Ergänzt durch ein Podium mit Expert:innen aus Forschung, GLAM, Science und Technologie Studies sowie einem kritischen Abschlussblick soll die Veranstaltung nicht nur den aktuellen Stand der Nutzung generativer KI in den Geschichtswissenschaften kartieren, sondern auch gemeinsam aushandeln: Was braucht die Forschung – und was wird (noch nicht) angeboten?

Der Workshop findet am 23. Oktober 2026, von 09:00 bis 16:30 Uhr statt (Universität Bern).
Das definitive Programm folgt demnächst.

Angriffe auf Historiker:innen und die Krise der Demokratie
04.12.2026

Konferenz – Angriffe auf Historiker:innen und die Krise der Demokratie
Welche Handlungsoptionen bestehen?

Kritische historische Forschung bildet eine wichtige Stütze demokratischer Gesellschaften. Ohne die Einhaltung rechtlicher Grundlagen und demokratischer Prinzipien sind Historiker:innen und ihre Forschung allerdings gefährdet.
Was bedeutet es für Historiker:innen, wenn Demokratie und selbstverwaltete wissenschaftliche Institutionen angegriffen werden und ihre Legitimität von verschiedenen Seiten in Frage gestellt wird? Wie soll mit der Tatsache umgegangen werden, dass soziale Netzwerke der Wissenschaftsfeindlichkeit eine zunehmend einflussreiche Plattform bieten?

Die von der Abteilung «Wissenschaftspolitik» der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) organisierte Veranstaltung bringt drei Organisationen zusammen: Comité de Vigilance face aux usages publics de l’histoire, hist4dem und das Network of Concerned Historians (NCH). Gemeinsam werden bewährte Verfahren ermittelt, um von den Erfahrungen von Forschenden verschiedener Disziplinen zu profitieren und transdisziplinäre Vernetzungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Abgerundet wird die Tagung mit einer Online-Präsentation und einer Diskussion mit Naomi Oreskes über die aktuelle Lage in den Vereinigten Staaten, wobei sie ihre umfassenden Kenntnisse zu Angriffen auf die wissenschaftliche Forschung einbringen wird.

Zum vorläufigen Programm (English Version here).

Die Tagung findet am 4. Dezember 2026 in Bern statt (10.00–17.00 Uhr, Unitobler, Raum F021).
Bitte registrieren sie sich unter diesem Link.

Anlässe im Jahr 2025

Historische Forschung vs. Datenschutz
01.04.2025

Podiumsdiskussion – Wie lassen sich historische Forschung und Datenschutz vereinen?
Diese Frage steht im Zentrum der von der SGG organisierten Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Marc Tribelhorn diskutiertien Adrian Lobsiger, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter, Philippe Künzler, Direktor des Bundesarchivs, Sacha Zala, Präsident der SGG.

Anlässe im Jahr 2024

Fragen zum Archivzugang
08.11.2024

Workshop zum Thema Archivzugang.

Der Anlass bat drei Panels mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen: Zugang zu den Akten des VBS, Zugang zu Familienarchiven und digitale Oral-History-Projekte.

Panel I: Zugang zu den Akten des VBS

  • Michael Olsansky (Militärakademie der ETH Zürich)
  • Niels Rebetez (Universität Fribourg )
  • Daniel Kohler (Bibliothek am Guisanplatz)
  • Moderation: Flavio Eichmann (Schweizerische Gesellschaft für Geschichte)

Panel II: Zugang zu Familienarchiven

  • Claudia Engler (Burgerbibliothek Bern)
  • Fabio Rossinelli (Universität Genf)
  • Lionel Bartolini (Staatsarchiv Neuchâtel)
  • Moderation: Nadir Weber (Universität Bern)

Panel III: Digitale Oral-History-Projekte

  • Gregor Spuhler (Archiv für Zeitgeschichte ETH Zürich)
  • Heike Bazak (PTT-Archiv, Bern)
  • Cord Pagenstecher (FU Berlin)
  • Moderation: Francesca Falk (Universität Bern)

Programm
Review

Anlässe im Jahr 2023

Fragen rund um den Archivzugang
07.11.2023

Der Zugang zu Archiven ist für Historiker:innen und Archivar:innen gleichermassen ein wichtiges Thema. Der Workshop wurde von der Abteilung «Wissenschaftspolitik» der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte (SGG) und «traverse – Zeitschrift für Geschichte» organisiert.

Audiovisuelle Archive – die Herausforderungen der schieren Menge
Moderation: Alexandre Elsig (EPFL).

  • Felix Rauh (Memoriav)
  • François Vallotton (Universität Lausanne)
  • Anne-Katrin Weber (Universität Basel)
  • Denise Barcella (RTS Archives)

Zugang zu sensiblen Daten und Zugangsverweigerung
Moderation: Thibaud Giddey (Universität Lausanne).

  • Frédéric Deshusses (Archives contestataires)
  • Benjamin Ryser (Staatsarchiv des Kantons Bern)
  • Jonathan Pärli (Universität Basel)

Privatarchive – das Beispiel der katholischen Kirche
Moderation: Alix Heiniger

  • Stéphanie Roulin (Universität Freiburg)
  • Anne-Françoise Praz (Universität Freiburg)
  • Lorraine Odier (Universität Zürich)
  • Rolf Fäs (Archiv des Bistums Basel)

Anlässe im Jahr 2021

«Normen und Standards in den digitalen Geschichtswissenschaften»

Die Abteilung Grundlagenerschliessung der SGG und die Digital Humanities der Universität Bern organisierten den Anlass, um über Chancen und Herausforderungen bei der Konzeption, Herstellung und Pflege von interoperablen Forschungsdaten zu diskutieren. Ein Glossar der einschlägigen Begriffe und ein Katalog der wichtigsten Standards wurde als working paper zur Kommentierung online veröffentlicht.
Der Workshop richtete sich an Mitarbeitende in Projekten mit historischem Fokus, Historikerinnen und Historiker, die mit Daten arbeiten, Dokumente erschliessen und online publizieren, Institutionen mit historischen Beständen und Informatikerinnen und Informatiker, die an geschichtswissenschaftlichen Projekten mitarbeiten.

Die SGG kann lokale Initiativen durch ihr Patronat unterstützen.

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Digital History Switzerland 2024
12-13.09.2024

Am 12. und 13. September 2024 fand die DigiHistCH24-Konferenz statt, organisiert vom Departement Geschichte der Universität Basel. Die Veranstaltung stand unter dem Patronat von infoclio.ch, dem Verein „Geschichte und Informatik“ und der SGG.

Die Konferenz widmete sich der historischen Forschung im digitalen Zeitalter, der digitalen Kompetenz und der algorithmischen Kritik. Sie bat eine Plattform für den Austausch über innovative Forschungsmethoden, den Einsatz digitaler Werkzeuge und den Umgang mit digitalen Quellen.